Starker Süden soll MINT-Begeisterung bei Kindern wecken

Bei der Umsetzung der MINT-Strategie des Landes wird auf regionale Kooperation gesetzt.

Mathematik, Information, Naturwissenschaften und Technik: MINT ist überall im Alltag präsent, in sämtlichen Branchen und bestimmt auch stark die Arbeitswelt. Mit der MINT-Strategie will das Land Vorarlberg den Forscher- und Entdeckergeist bei Kindern wecken, neue Zugänge zu Technik schaffen, handwerkliche Ausbildungen fördern und nicht zuletzt Karriere-Chancen junger Menschen erhöhen.

„Bereits 2018 haben wir im Landtag diese Initiative gestartet. Ich freue mich, dass diese Aktivitäten nun erste Früchte tragen. Ziel ist es, viele Kinder möglichst früh, nachhaltig und landesweit in allen Regionen für MINT zu begeistern“, so die Montafoner Landtagsvizepräsidentin Monika Vonier. MINT heißt Zukunft und Chancenreichtum für unsere Kinder. Deshalb ist ihr Anliegen, dass alle Kinder, auch in ländlichen Regionen Zugänge zu diesen Angeboten haben.

Für die Teilnahme am 1. Vorarlberger MINT-Förderwettbewerb hat sich die Plattform „MINT-Region V-Süd“ formiert. In Zusammenarbeit der Wirtschaft im Walgau, sowie den Wirtschaftsgemeinschaften Bludenz und Montafon sowie der Stadt Bludenz und dem Stand Montafon soll der Wirtschaftsraum und Chancenreichtum weiter gestärkt werden.  „Für uns als WIGE-Montafon macht eine Kooperation durchaus Sinn, wir können Know-How und Ressourcen bündeln und gemeinsam Ideen entwickeln“, so WIGE-Geschäftsführer Christan Zver.

Eine erste Idee ist, die von der „Wirtschaft im Walgau“ entwickelten Werk- und Experimentierboxen für weitere Altersgruppen, insbesondere für alle Regionen im Vorarlberger Süden zugänglich zu machen und inhaltlich weiter zu denken. So können neben den Technik- und Handwerksthemen hinkünftig auch regionale Schwerpunkte wie Tourismus, Lebensmittelprodukte, Energieproduktion oder Textil thematisiert werden. Wichtig ist dabei aus Montafoner sicht: „Im Montafon haben der Tourismus, aber auch der Handel und die Energiewirtschaft eine besondere Bedeutung. Wir wollen in diesem Projekt auch hier die Anknüpfungspunkte mit MINT aufzeigen.“
Vonier freut sich, dass 10 Projekte eine Förderzusage beim 1. MINT-Wettbewerb des Landes erhalten haben und gerade der Vorarlberger Süden eine aktive Rolle einnehmen wird. Auch Standesrepräsentant Herbert Bitschnau ist überzeugt: „Wenn wir auch in Zukunft eine attraktive Region zum Leben und Arbeiten sein wollen, müssen wir uns mit diesen Themen beschäftigen. Kooperationen zwischen Politik und Wirtschaft, in der Region, aber auch darüber hinaus sind hier zu begrüßen.“ Bitschnau und Vonier betonen, dass diese Aktivitäten nicht zuletzt auch ein Beitrag zu einem familienfreundlichen Montafon darstellt und auch hier kein Kind zurückgelassen werden soll.

Trotz Top-Karrierechancen und guter Verdienstmöglichkeiten entscheiden sich relativ wenige Jugendliche für einen technischen oder handwerklichen Ausbildungsweg. Ein Blick auf den Arbeitsmarkt zeigt, dass Fachkräfte mit diesen Fähigkeiten sehr gefragt sind und über hervorragende Karriereperspektiven verfügen.